Erklärungen für die Apothekenpraxis
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| API | Software-Brücke — Eine Programmierschnittstelle, über die Programme miteinander sprechen. Um eine KI per API anzubinden, benötigt man einen API-Schlüssel — quasi ein Passwort, das berechtigt, die KI aus einem anderen Programm heraus zu nutzen. |
| GitHub | Plattform von Microsoft, um Code, Webseiten und Landingpages zu speichern — Code und Projekte versioniert ablegen und kostenlos ins Internet stellen, ohne eigenen Server. |
| KI-Agent | Zielgerichtetes Handeln — Eine KI, die selbstständig eine Aufgabe plant und ausführt: Sie zerlegt sie in Schritte, wählt Werkzeuge aus und liefert ein Ergebnis, ohne dass der Mensch jeden Schritt vorgibt. |
| KI-Automatisierung | Wiederholbare Abläufe — Vordefinierte Workflows, bei denen KI-Schritte und andere Werkzeuge automatisch nacheinander ablaufen, ohne dass jemand jeden Schritt manuell anstößt — z. B. mit n8n. |
| Lokale KI | Eigene Hardware — Das Sprachmodell läuft auf dem eigenen Rechner, nicht auf Servern im Internet. Die Daten verlassen das eigene System nicht — wichtig für Datenschutz. |
| MD-Datei | Markdown-Datei — Einfache Textdatei mit Formatierungszeichen. Der Standard, um Skills und Dokumentation für die KI zu speichern. |
| Model Context Protocol (MCP) | Schnittstellen-Standard — Ein universeller Adapter, der es der KI erlaubt, mit externen Werkzeugen und Datenquellen zu kommunizieren, ohne für jede Verbindung eine eigene Programmierung zu brauchen. |
| Ollama | Lokale KI einfach gemacht — Software, um Sprachmodelle auf dem eigenen Computer laufen zu lassen. Modell herunterladen, starten, lokal arbeiten — ohne dass Daten das System verlassen. |
| Skill | Anweisungen speichern — Wiederverwendbare Arbeitsanweisung für die KI. Selbst erstellte Skills passen auf eigene Abläufe, externe Skills werden von anderen bereitgestellt. Beides lässt sich kombinieren. |
| Terminal / PowerShell | Kommandozeile — Textbasiertes Eingabefenster zur direkten Steuerung des Computers. Hier werden Befehle eingetippt, um Programme (wie Ollama oder KI-Werkzeuge) direkt zu starten und zu steuern. |
API steht für Application Programming Interface — eine Programmierschnittstelle, über die Programme miteinander kommunizieren. Im KI-Kontext bedeutet das: Man bindet eine KI nicht über das Chat-Fenster an, sondern über eine API. Dafür benötigt man einen API-Schlüssel — ein Zugangspasswort, das berechtigt, die KI aus einem anderen Programm heraus zu nutzen (z. B. aus n8n, einer App oder einer eigenen Webseite). Der API-Schlüssel identifiziert den Nutzer und steuert, was erlaubt ist und wie viel kostet. Beispiel: Ein n8n-Workflow nutzt einen API-Schlüssel, um automatisch Daten von einer KI abzurufen, ohne dass jemand etwas ins Chat-Feld tippts.
Die weltgrößte Plattform für die Zusammenarbeit an Software-Projekten. Dort wird Code gespeichert, Versionen verwaltet und gemeinsam entwickelt. Für Apotheken relevant vor allem beim Veröffentlichen von Landingpages: Man kann eine einfache Webseite auf GitHub Pages kostenlos ins Internet stellen — ohne eigenen Server. Auch viele KI-Tools und Automatisierungs-Skripte sind auf GitHub als Vorlagen verfügbar.
Ein System, das selbstständig eine Aufgabe plant und ausführt: Es zerlegt die Aufgabe in Teilschritte, wählt Werkzeuge aus, entscheidet, ob es noch Informationen braucht, und liefert ein Ergebnis. Der Mensch gibt die Zielvorgabe, der Agent erledigt den Rest. Beispiel: „Besorge mir die aktuellen Preise für Medikament X aus drei Quellen und vergleiche sie.“ Der Agent recherchiert selbstständig, fasst zusammen und liefert das Ergebnis.
Ein vordefinierter Workflow, bei dem KI-Schritte und andere Werkzeuge automatisch nacheinander ausgeführt werden — ohne dass jemand jeden Schritt manuell anstößt. Der Unterschied zum KI-Agenten: Bei der Automatisierung ist der Ablauf festgelegt und wiederholt sich identisch. Der KI-Agent entscheidet selbst, wie er vorgeht; die Automatisierung folgt einem vorgegebenen Plan. Beispiel: Jeden Morgen automatisch E-Mails abrufen, sortieren und eine Zusammenfassung erstellen. n8n ist ein solches Automatisierungs-Werkzeug.
Das Sprachmodell läuft auf dem eigenen Rechner, nicht auf Servern im Internet. Die Daten verlassen das eigene System nicht — wichtig für Datenschutz.
Eine einfache Textdatei im Markdown-Format. Markdown ist eine Auszeichnungssprache, die mit minimalen Zeichen Formatierungen erzeugt: # für Überschriften, **fett** für Fettdruck, - für Listen. MD-Dateien sind the Standard, um Skills und Dokumentation für die KI zu speichern — lesbar als normaler Text, aber strukturierter als eine reine Textdatei. Auch diese Erklärungsdatei ist eine MD-Datei.
Ein Standard, der es KI-Modellen ermöglicht, mit externen Werkzeugen und Datenquellen zu kommunizieren. Vereinfacht gesagt: Ein universeller Adapter, der es der KI erlaubt, auf Datenbanken, Dateisysteme, APIs und andere Dienste zuzugreifen — ohne dass für jede Verbindung eine eigene Integration programmiert werden muss. Für Apotheken bedeutet das: Eine KI kann über MCP z. B. direkt auf ein Apotheken-Informationssystem zugreifen, wenn der MCP-Server dafür eingerichtet ist.
Eine Software, die es einfach macht, lokale Sprachmodelle auf dem eigenen Computer laufen zu lassen. Man installiert Ollama, lädt ein Modell herunter und kann dann lokal mit der KI arbeiten — ohne dass Daten das eigene System verlassen. Für Apotheken besonders interessant für datenschutzsensitive Aufgaben wie das Anonymisieren von Patientendaten.
Wiederverwendbare Arbeitsanweisungen, die man einer KI mitgeben kann. Ein Skill ist im Grunde eine detaillierte Anleitung: „Wenn du Aufgabe X bekommst, gehe so vor, achte auf diese Regeln, verwende dieses Format.“ Statt jedes Mal denselben Prompt neu zu tippen, definiert man einen Skill einmal und kann ihn immer wieder aufrufen. Vergleichbar mit einer Arbeitsanweisung (SOP) im Apothekenalltag — nur für die KI.
Es gibt zwei Arten: Selbst erstellte Skills passen genau auf die eigenen Abläufe — z. B. „Verblinde Patientendaten nach diesen Regeln“. Externe Skills werden von anderen erstellt und zur Verfügung gestellt — z. B. ein Skill, der eine bestimmte Datenbank abfragt. Beide lassen sich kombinieren.
Ein textbasiertes Eingabefenster (auch Command Line oder CLI genannt) zur direkten Steuerung des Betriebssystems. Während man im Alltag meistens eine grafische Benutzeroberfläche mit der Maus bedient, tippt man im Terminal Befehle direkt als Text ein. Auf dem Mac und unter Linux heißt dieses Fenster meistens Terminal, unter Windows nutzt man dafür die PowerShell oder die Eingabeaufforderung.
In der KI-Praxis wird das Terminal benötigt, um lokale Sprachmodelle (z. B. über Ollama) zu starten, Entwickler-Werkzeuge auszuführen oder Skripte auszuführen, die keine eigene grafische Oberfläche haben.